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© Bild: Anke Sommer

Sinnbildlich gesehen steht die Lunge für den persönlichen Raum, den Sie gerade einnehmen. Sobald der persönliche Raum eingeengt wird, meldet sich die Lunge mit entsprechenden Signalen. Gleichzeitig ist die Lunge eng mit den Bronchien verbunden, sodass auch diese bei Einengung reagieren.

Einfach ausgedrückt, zeigt Ihnen Ihre Atmung, wo Sie derzeit stehen. Nehmen Sie unbewusst tiefe Atemzüge, haben Sie ein gutes Raumgefühl. Das heißt: Sie stehen mit beiden Beinen im Leben und sind verwurzelt.

Je unterbrochener und flacher Ihre Atmung wird, desto mehr ist dies auch ein Ausdruck dafür, dass etwas in Ihnen sich selbst den Platz wegnimmt. In der PersönlichkeitsentwicklungAls wichtige Kernkompetenz des INSTITUT SOMMER konzentriert sich die Persönlichkeitsentwicklung auf noch nicht genutzte Potenziale unserer Kunden.... Weiterlesen sind es immer wir selbst, die uns den Platz streitig machen lassen, denn nur Sie können sich den Platz wiederholen, der einst verloren ging.

In der Gegenwart ist es nicht das Außen, was Ihnen den eigenen Platz streitig macht, denn selbst wenn es das täte, das Außen hat nicht die Macht, Ihnen Ihren Platz zu nehmen.

Sie selbst sind dafür verantwortlich, sich Ihren Platz wieder zu holen – auch wenn er Ihnen in der Kindheit eingeengt wurde und Sie sich seither in diesem eingeengten Muster bewegen.

Wie bekommen Sie den einst verlorenen Platz wieder?

Alte, einengende Mechanismen spielen sich häufig im Bereich Lunge ab. Um sich aus der Einengung zu befreien, also Ihren Platz wieder ganz einzunehmen, müssen Sie zunächst die Verantwortung übernehmen. Auch dann, wenn Ihnen einst der Schaden von außen zugefügt wurde. Sie stehen sich selbst gegenüber in der Verantwortung.

Denn im Sinne der Persönlichkeitsentwicklung ist jeder selbst dafür verantwortlich, einen einst stattgefundenen Schaden nicht mehr zu gestatten. Ihre Lunge benötigt es insbesondere, dass Sie eine Distanz zum Schaden aufbauen, also zur Begrenzung Ihres natürlichen Raumes.

Distanz zum Schaden aufbauen bedeutet hier, dass Sie sich die Schadensursache wie auch alles, was sich an schädigenden Mustern daraus entwickelte, wie von außen anschauen.

Bleiben Sie im Schaden gefangen und gehen nicht ins Positive – von wo aus Sie per se eine Distanz hätten – dann wird sich das negative Signalbild innerhalb der Lunge und Bronchien kontinuierlich verstärken.

Auf welche Themen reagiert Ihre Lunge besonders stark?

Ihre Lunge meldet sich mit Signalen gerne, wenn es um Themen wie Beziehung, Nähe und damit verbundene Negativ-Erfahrungen geht.

Sind die Beziehungen, die Sie auf der Arbeit oder zu Hause leben auf irgendeine Weise gestört, so reagiert die Lunge als Organ. Ihre Lunge zeigt Ihnen mit diversen Signalbildern, dass ein natürliches Nähe-Distanz-Verhältnis in einer oder in mehreren Beziehungen ins Ungleichgewicht geraten ist. So zieht die Lunge sich beispielsweise kurz zusammen, dehnt sich oder verschleimt.

Verändern sich also Beziehungen, die Sie leben, ins Negative oder leben Sie zu lange in einengenden Beziehungsmustern, reagiert Ihre Lunge. Insbesondere unterdrückende Verhaltensweisen führen zu Signalen in der Lunge und Bronchie. Hier kommt Ihnen etwas so sehr zu nahe, dass es Ihnen auf die eine oder andere Weise den Atem nimmt.

Werden Sie beispielsweise durch jemanden dominiert und Sie können sich hier gefühlt keinen Raum nehmen, achten Sie einmal darauf, wie Ihre Atmung darauf reagiert und Ihnen diesen Zustand als Missstand signalisiert.

Innerhalb von Konflikten zwischen geschäftlichen Partnern habe ich diverse Male erlebt, dass cholerische Anfälle des einen Partners zu Atemproblemen des anderen Partners führen.

Hier ist es zudem nicht ungewöhnlich, dass sich beim Anderen ein zweites und drittes Organ miteinbringt, sofern das Gegenüber cholerisch wird. Im Falle verbaler Ausfälligkeiten mit cholerischen Zügen reagieren zum Beispiel die Lunge und eines der Entgiftungsorgane, die Leber, gemeinsam.

Wie Sie Distanz gewinnen und Ihren Raum wieder einnehmen.

Wie kommen Sie jetzt aber in die Handlung, wenn Sie begriffen haben, dass Ihre Lunge Ihre Reaktion auf Ihr Umfeld zeigt? 5 Schritte für den Umgang mit Lungen-Signalen:

Schritt 1

Werden Sie sensibel für das Gefühl und die Aktionen, die sich innerhalb Ihrer Lunge abspielen. Nutzen Sie hier die Tiefe Ihrer Atmung als Einstieg in Ihre Lunge. Erkunden Sie diese. Erinnern Sie sich auch daran, mit welchen Signalen sich Ihre Lunge bisher zeigte.

Fehlt Ihnen dazu ein Verständnis: Gerade beim Schwimmen und Tauchen bemerken Sie die Lunge sehr gut. Beim Wandern und beim Aufstieg auf hohe Höhen, meldet sich Ihre Lunge ebenfalls. Sie spüren eventuell in sehr schnell auf- und absteigenden Aufzügen den Effekt der Geschwindigkeit, den es auf Ihre Lunge hat.

Doch auch Schock-Erlebnisse legen sich auf die Lunge nieder. Überlegen Sie einmal, wie sich das Prozedere des Schocks in Ihrer Lunge ausgewirkt hat, was Sie gefühlt haben, sollten Sie einen Schock erlitten haben. Die Signale zeigen sich in der Regel nach dem Schock.

Schritt 2

Gehen Sie nun in Kontakt mit Ihrem Organ, sofern Sie ein Gefühl für Ihre Lunge bekommen haben.

Schritt 3

Führen Sie sich in eine ausgewogene, tiefe Atmung – sie ist der Schlüssel zur Distanz und auch zum Platzeinnehmen. Trainieren Sie immer wieder diese Distanz aufzubauen, sobald der Stresspegel in Ihrem Umfeld ansteigt.

Schritt 4

Ziel ist es, auch in Stresssituationen den Wechsel in eine entspannte Atmung hinzubekommen, ganz bewusst.

Dies wird Ihnen dann gelingen, wenn Sie es schaffen auch in akuten Situationen eine Distanz zur Aggressivität und Gewalt im unmittelbaren Umfeld herzustellen.

Hier bedienen Sie sich bitte einem soziologischen Verständnis von Gewalt. Das heißt, Gewaltkriterien sind schon dann erfüllt, wenn die Handlung von Ihnen oder Ihrem Gegenüber eine negative Konsequenz besitzt.

Schritt 5

Distanzieren Sie sich bewusst von „gewaltigen“ Ereignissen in Ihrem Umfeld. Erkennen Sie dazu an, dass auch Dominanzverhalten, Machtkämpfe und Unterdrückungsmechanismen für Ihre Lunge ein Problem darstellen.

Ich hoffe, der Artikel „Worfür steht eigentlich die Lunge?“ hat Ihnen gefallen. Ich wünsche Ihnen viel Spaß bei der Begegnung mit Ihrer Lunge.

Ihre Anke Sommer

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