© Bild: Lioba Keuck
Einerseits ist die Errungenschaft der psychologischen Sicht ein großer Segen für unsere Gesellschaft. Andererseits behindern die weit verbreiteten Psychologisierungen die Entwicklung eines Menschen in Richtung Selbstbestimmung. Die LEADERSHIP-Arbeit nach Anke Sommer fördert genau diese.

Der gesellschaftlich etablierte psychologische Blick bringt Heil, schafft aber auch Eingrenzungen.

In diesem Blogartikel bin ich dem Phänomen auf der Spur, weshalb das mittlerweile weit verbreitete psychologische Wissensgut, sich nicht immer positiv auf den entwicklungswilligen Menschen auswirken kann. Wie geht so etwas, da ja der psychologische Gedanke ein grundlegend guter und förderlicher ist. Die nun folgende Frage ist die Leitfrage dieses Artikels:
„Was macht es aus, dass die gesellschaftlich etablierte psychologisierte Sicht für den sich entwickelnden Menschen im fortschreitenden Entwicklungsprozess verstärkt zur Falle wird, als sich als Segen auszuwirken?“

Hintergrund der „LEADERSHIP-Arbeit nach Anke Sommer©

Basis meiner Gedanken ist die „© LEADERSHIP-Arbeit nach Anke Sommer“, die sich ausschließlich an psychisch und physisch gesunde Menschen richtet. Diese Arbeit funktioniert ohne Zuschreibungen, wie zum Beispiel die Zuschreibung von gesund oder krank; ohne die Suche nach der Schuld; ohne Problemfokussierung sowie ohne den Aufbau von Abhängigkeiten.

Ich lade Sie ein, gedanklich in die Auseinandersetzung mit der Grundfrage „Was macht die psychologisierte Sicht für manch einen zur Falle, statt ein Segen zu sein?“ einzusteigen. Dazu stellen Sie sich folgendes vor: Die Person, die Sie in Ihrem Entwicklungsprozess begleitet, unterstützt Sie die Bedeutung Ihrer körperlichen Signale zu verstehen und eine Konsequenz daraus zu ziehen. Durch die LEADERSHIP-Arbeit gewinnen Sie Bewusstheit. Nicht das Gespräch über Probleme steht vorne, sondern die Integration Ihrer körperlichen Hinweise, in Ihr alltägliches Tun. Ein Problem oder eine negative Erfahrung gehören zur Normalität eines Menschen. Sie aktiviert ihr Körperbewusstsein. Die im Prozess gestellten Fragen richten sich weniger an Ihren Verstand, sondern stoßen körperinterne Prozesse an, die letztendlich zur Veränderung führen. Verändert wird das, was Sie einschränkt und Ihnen unmerklich schadet. Die „© LEADERSHIP-Arbeit nach Anke Sommer“ grenzt sich bewusst von allen therapeutischen Handlungsweisen ab. Sie arbeitet auf der Grundlage der Individualität, Natürlichkeit und der Entwicklungshistorie eines entwicklungsinteressierten Menschen.

Woran erkennen Sie in der Regel Menschen, die eine Therapie besucht haben?

Es kommen immer wieder entwicklungsinteressierte Personen ins INSTITUT SOMMER, die beispielsweise im Vorfeld eine Therapie besucht haben, um sich zu stabilisieren. Hier fällt auf, dass diese Menschen häufig eine andere Sprache sprechen. In der Regel sind sie bedacht und verstandesgemäß unterwegs. Sie interpretieren viel und finden schnell eine verstandesgesteuerte Erklärung, für das, was gerade ist. Die Prägung des Therapeuten ist Ihnen anzumerken und vor allen Dingen die Art und Weise, wie mit Problemen umgegangen wird zeigt, dass sie eine Therapie besucht haben. Die Therapie als solches ist nicht das Problem. Es gibt so viele gute Psychologen und Therapeuten. Das System, indem diese Fachleute arbeiten, beeinflusst den Handlungsspielraum des Fachpersonals. Ich habe die Arbeit vieler freier Psychologen erlebt und bemerkt, dass hier anders gehandelt wird, als beispielsweise im Rahmen einer Therapie, die verschrieben wird. Oft werden die Probleme im therapeutischen Prozess rein rational verarbeitet, das heißt, die Aufarbeitung findet über die Befragung der Verstandesebene statt. Was nicht heißt, dass auch hier emotionale Prozesse entstehen. Diese Emotionalität bezieht sich auf die damals statt gefundene Verletzung. Sie bezieht sich auf Ängste, die rein verstandesgemäß gesteuert sind. Das ist der Handlungsrahmen. Circa 50 Minuten dauert eine therapeutische Sitzung. Nicht viel Zeit, um an die tieferen und körperlich gesteuerten Bewusstseinsebenen zu gelangen, die letztendlich Erkenntnisse hervorbringen, die es zur Veränderung Ihrer Persönlichkeit braucht.

In der LEADERSHIP-Arbeit dauert eine Sitzung mindestens 3 Zeitstunden. Solange braucht es, bis eine aus dem Körperbewusstsein stammende Erkenntnis den Verstand erreicht und eben nicht von ihm blockiert wird. Blockiert der Verstand nicht mehr, kommt die Erkenntnis schneller durch. Je leidvoller ein Erleben erlebt wurde, desto mehr blockiert der Verstand. Deshalb braucht es den Zugang zum Körper, um diese Hürde zu überwinden. Um das zu erreichen, muss der Begleiter des Prozesses jedes Signal erkennen und deuten können.

Kategorisierungen helfen niemanden.

Aussagen wie, ich habe depressive Züge, ich leide unter einem neurotischem Verhalten oder ich bin traumatisiert und verfüge über eine multiple Persönlichkeitsstörung, sind Gang und Gebe in der Sprache vieler ehemaliger Patienten. Diese ehemaligen Patienten, von denen ich spreche, sind nicht wegen einer psychischen Erkrankung zur Therapie gegangen, sondern, um sich zu stabilisieren. Sie stehen mitten im Leben, aber sind durch etwas bedrückt. Oft spielte Überarbeitung und Stress eine entscheidende Rolle, die sie aus dem Gleichgewicht brachten. Die Kategorisierung findet wie selbstverständlich statt. Steigen diese Persönlichkeiten in die „© LEADERSHIP-Arbeit nach Anke Sommer“ ein, stellen sie mit der Zeit ihre Gedanken und Handlungsweisen wieder um, da ansonsten, die von ihnen vertretene Psychologisierung die Entwicklung zu ihrer Hauptkompetenz unmöglich macht. Die Definition kommt einer Zuschreibung nah und beeinflusst die Verantwortungsträger, in Ihrer Sicht auf sich selbst. Die Zuschreibung wirkt wie ein Zaun, der um ihr eigenes Handlungsfeld gezogen wird. Die Begrenzung beschreibt, was geht und was nicht geht.

Psychologie und Leadership: Ziel dieses Artikels.

Diese zuvor beschriebene Beobachtung veranlasste mich, diesen Artikel zu schreiben und einen Gedankenprozess anzuschieben, der nicht die wertvolle Arbeit von Psychologen und Therapeuten verurteilt, sondern anregt, einen bewussteren Umgang mit Psychologiesierungen zu bekommen. Er richtet sich besonders an diejenigen, die im Alltäglichen unbewusst zahlreiche Psychologisierungen benutzen, ohne es zu bemerken.

Die Wirkung von psychologisierten Sichtweisen versus der körperorientierten „© LEADERSHIP-Arbeit nach Anke Sommer“.

Ohne Frage können wir über die Errungenschaft der psychologischen Sichtweise auf die Welt glücklich sein. Mit dem Hineinnehmen der Psyche als einen der Wirkungsfaktoren, der sich erheblich auf den Erhalt und die Gesundheit von Körper, Seele und Geist auswirkt, hat sich vieles zum Positiven verändert. Die Psyche als Auslöser von Störungen zu verstehen, ist mit der Anerkennung der Psychologie als ernstzunehmende Wissenschaft mehr in den Mittelpunkt der Betrachtung geraten. Mittlerweile wissen wir, Ihre Psyche sowie Ihr gesamt körperliches Wohlbefinden braucht ein Gleichgewicht, damit Sie gesund und harmonisch leben können. Dieses Gleichgewicht wird aufrechterhalten, indem Ihnen die Faktoren bewusstwerden, die Sie ansonsten aus dem Gleichgewicht bringen. Die auslösenden Faktoren finden sich in Ihren Erfahrungen wieder.

Weshalb reagieren beispielsweise manche Frauen besonders empfindsam auf ein dominantes Auftreten männlicher Mitmenschen? Die Antwort der LEADERSHIP-Arbeit klingt simpel, beinhaltet aber auch einen intensiven Veränderungsprozess: „Weil es hier eine Erfahrung gibt, die diese Empfindsamkeit in die Welt dieser Frauen gebracht hat.“

Am Erfolg sind zwei beteiligt: Sie und die Sichtweise Ihres Begleiters.

Wie und ob die Frauen diese Empfindsamkeit loswerden, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Zum Beispiel von der Sichtweise und der Reglementierung, die sich aus der Profession der Prozessbegleiter ergibt. Bedienen sich diese einer psychologisierten beziehungsweise therapeutischen Sichtweise, werden sie ein anderes Ergebnis erzielen, als wenn sie dieses Phänomen soziologisch und unter dem Blickwinkel von (Selbst)Führung betrachten.

Grundsätzlich gilt: Finden diese Frauen heraus, welcher Erfahrungsfaktor zur Empfindsamkeit führte, können sich diese Frauen von ihrer damaligen Verletzung distanzieren. Gehen diese Frauen aber in die Betroffenheit hinein und versuchen diese verstandesgesteuert zu verstehen, wandert ihr Fokus unwillkürlich auf den Schmerz, der sich durch die Bearbeitung zeigt. Der psychologisierte Blickwinkel freut sich über die Verarbeitung, die durch das Betrachten der erhöhten Empfindsamkeit zu Stande kommt. Den pragmatischen Ansatz der LEADERSHIP-Arbeit interessiert die Wirkung, den es auf der körperlichen Signalebene gegeben hat und die Zurückgewinnung des Handlungsfreiraums, der durch das Ursprungserleben verloren ging. Dazu braucht es keine rationale Auseinandersetzung mit dem damaligen Geschehen. Es braucht eine Bewusstwerdung der Konsequenz, hier unbewusst zu bleiben.

Was passiert, wenn die Empfindsamkeit bestehen bleibt, da sie mittlerweile zum Automatismus dieser Frauen wurde? Wie knackt man diesen Automatismus? Das sind die Fragen, die innerhalb der LEADERSHIP-Arbeit gelöst werden.

Was ist die Falle hinter der weit verbreiteten Psychologisierung?

Wie schon das Wort Psychologie oder besser noch „psychological“ ausdrückt, strebt die Psychologie als Wissenschaft danach, logisch an die Phänomene innerhalb unserer psychischen Vorgänge heranzutreten. Die Psychologie als Wissenschaft rang lange nach Anerkennung. Mittlerweile sind psychologische Sichtweisen ein fester Bestandteil unserer westlichen Gesellschaft. In Journalen und in Büchern aller Genres tauchen Psychologsierungen auf. Der psychologische Gedanke ist mit dem Denken und Handeln zahlreicher Menschen tief verbunden. Aber was tut ein psychologisierender Mensch? Er bewertet und normt alles, was er sieht und empfindet. Nähern wir uns einer solchen psychologisierenden Bewertungsnorm, so finden wir beispielsweise Bewertungskriterien, die eine Kategorisierung zur Folge hat. Diese Kriterien erschaffen begrenzte Handlungsspielräume, bauen Regeln und Strukturen ins Alltägliche ein und diagnostizieren körperzentriertes Verhalten. Provokativ ausgedrückt wird aus einem zappelnden Kind schnell ein Kind mit einer ADHS Diagnose, also einer Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitäts-Störung. Dieser Prozess läuft ganz ohne die fachliche Kenntnisnahme ab, rein im Kopf eines psychologisierenden Menschen. Eines Menschen, der schon oft von ADHS gehört hat. Diese Diagnose ist gesellschaftlich akzeptiert. Nur leider steckt nicht immer diese Krankheit hinter den sich zeigenden Symptomen. Es gibt auch Fälle, da zeigen sich lediglich Körpersignale, die auf ein unbewusstes und bisher nicht aufgegriffenes Thema aufmerksam machen. Ein Thema, was im Familiensystem bisher nicht gesehen wurde. Diese Signale müssen erkannt und aufgegriffen werden. Es darf keine vorschnelle Zuschreibung geschehen. Mit dem Aufgreifen verschwindet das Zappeln.

Psychologierungen verwischen die eigene Handlungsnotwendigkeit.

Innerhalb der eigenen psychologisierenden Sichtweise wird dem eigenen inneren Kind viel Aufmerksamkeit gewährt, sofern es in Kindheitstagen eingeschränkt wurde und Repressalien erlitt. Ein Gespräch mit einer berufstätigen Frau zeigte mir, wie sehr sie alles um sich herum psychologisch interpretierte. Sie war tief mit ihrem inneren Kind verbunden und interpretierte nun alles, was um sie herum geschah aus der Perspektive des eigenen inneren Kindes. Sei es das Verhalten ihrer Kinder, ihres Mannes und ihrer Kollegen. Sie fand für alles eine Psychologisierung. Was sie nicht bemerkte, -diese Sichtweise versperrte ihre Handlungsnotwendigkeit. Sie musste Handeln. Sie war maßgeblich daran beteiligt, dass Ihre Kinder auffällig waren. Stattdessen erklärte sie sich den vorhandenen Missstand, die Unruhe ihres Sohnes mit einer Zuschreibung (ADHS). Die Signale des Jungens erzählten aber eine ganz andere Geschichte. Die Signale reagierten auf den Konflikt zwischen Mama und Papa, auf den Konflikt, der schon in den Herkunftsfamilien beider lebte. Durch die bedienten Psychologisierungen wurde der Missstand in dieser Familie aufrechterhalten.

Achtung, das „innere Kind“ steht in Verbindung mit einer unbewussten Überforderung. Ein Fokus hierauf bringt die damalige Überforderung schnell in den heutigen Alltag!

Allein schon die Herangehensweise an das persönlich erfahrene Leid entscheidet, wie die Entwicklung der Persönlichkeit von statten geht. In der psychologischen Betrachtungsweise steht die Heilung des inneren Kindes im Zentrum vieler therapeutischer Handlungen. In der Persönlichkeitsentwicklung hingegen, wird dieser Fokus auf das erfahrene Leid als eher kritisch angesehen. Denn Leid hat eine Angewohnheit: Es bindet jegliche Aufmerksamkeit und heftet denjenigen, der sein Leid der Vergangenheit heute wieder betrachtet, an die Handlungsunfähigkeit, die Ohnmacht und den Schmerz des „traurigen Kindes“.  Nur zu schnell wird der Schmerz so groß, dass alte Handlungsweisen wieder in den Vordergrund rücken. Es scheint so zu sein, dass das innere verletzte Kind wieder beginnt zu leben. Es wird aktiviert. Alles wird aus der Warte der erfahrenen Verletzung gesehen und gespürt. Was der psychologisierten Herangehensweise als gut und richtig vorkommt, ist innerhalb des Gedankens der Persönlichkeitsentwicklung eher bedenklich und hinderlich.

Mit der LEADERSHIP-Arbeit übernehmen Sie für alles, was in Ihrem Umfeld passiert, Verantwortung.

Damit Sie von Ihrem Unbewussten nicht verleitet werden alte hinderliche Verhaltensweisen in gegenwertigen Situationen anzuwenden, sollten Sie aus der Sicht der „© LEADERSHIP-Arbeit nach Anke Sommer“ für alles, was in Ihrem Umfeld geschieht, die volle Verantwortung übernehmen. Wiederfährt Ihnen eine vermeintliche Ungerechtigkeit und Sie beginnen den Kampf um Gerechtigkeit, sind Sie im alten Fahrwasser gelandet. Die Konsequenz ist, der Kampf führt nicht zur Gerechtigkeit. Er führt Sie tiefer hinein, in Ihre damals empfundene Ohnmacht. Er wiederholt Ihre Vergangenheit und das heute. Innerhalb der LEADERSHIP-Arbeit spielt weniger die Rolle, ob sie ein Opfer waren oder nicht. Viel Wichtiger ist, dass die nicht verarbeitete Erfahrung Sie nicht negativ beeinflusst. Der Zustand Ihrer Psyche ist folge dessen das Ergebnis von dem, was Sie erlebt haben und wie Sie Ihr Erlebtes verarbeiten konnten. Übernehmen Sie Verantwortung, dann achten Sie darauf, dass Ihr Verhalten ihr altes Erleben nicht mehr aktiviert. Sie entwickeln eine Sichtweise, die Sie motiviert, Ihre Beteiligung am Aufrechterhalten der negativen Situation zu erkennen. Dabei interessiert Sie weniger, wie der andere gerade zu Ihnen war, sondern welche Verhaltensweise von Ihnen den anderen beeinflusste, so zu Ihnen zu sein. Diese Sichtweise macht Sie auf Dauer handlungsfähig. Sie sind in der Lage, selbst unangenehmste Situationen selbst zu führen, indem Sie Ihren Anteil zum Aufrechterhalten alter Verhaltensweisen auflösen.

Lassen Sie sich nicht von Ihrem Leid fangen, sondern verstehen Sie die Signalsprache Ihres Körpers.

Abschließend ist zu sagen: Es liegt in Ihren Händen, wie Sie leben. Übernehmen Sie Verantwortung für Ihr Leben, Ihre Befindlichkeiten und Ihren Lebensweg. Lassen Sie sich nicht vom Leid vergangener Tage fangen. Jedes Leben verfügt über zahlreiche Erfahrungen, die Grund genug dafür liefern, verletzt zu sein. Oft sind es nicht einmal die Verletzungen, die Sie selbst erlebt haben müssen, sondern Verletzungen Ihrer Eltern, die nie befriedet wurden. Für ein selbstbestimmtes Leben ist es wichtig, dass Sie das, was Sie erlebt haben, als einen normalen Bestandteil Ihres Lebens anerkennen. Stecken Sie sich nicht selbst in eine Schublade hinein, sondern behalten Sie Kontakt zur Realität. Geben Sie der Normalität eine Chance und verbrennen Sie nicht an unschönen Erfahrungen vergangener Tage. Befreien Sie Ihren Körper davon, andauernd signalisieren zu müssen, dass hier etwas noch gesehen werden möchte. Wenden Sie sich dem Hinschauen zu, aber nicht dem damalig empfundenen Leid.

Der LEADERSHIP-Prozess lehrt Sie, die Verantwortung bei dem zu lassen, der Sie verletzte. Gehen Sie hier zu tief in die Verletzung hinein, besteht die Gefahr, dass Sie mit jedem Schauen, leidvoller werden. Mit dem „wunder werden“ tritt ein Anteil von Ihnen nach vorne, der Sie nach außen hin auffälliger erscheinen lässt. Man sieht Ihnen die Verletzung an und reagiert unbewusst auch auf diesen verletzten Anteil. Wer im Leid ist, sieht alles im Schatten des erfahrenen Leids. Vor allen Dingen versperrt Ihnen dieses Leid den Zugang zu Ihrer Herzenskraft, eine Kraft, die Sie mit Ihrer Umwelt und der Realität, die jetzt vorherrscht, verbindet. Das Leid hingegen trennt Sie unmerklich von aller Nähe, die sein will. Sie fokussieren sich immer mehr auf das, was Ihnen angetan wurde. Für das außen sind Sie mittlerweile sehr anstrengend, denn Sie verteidigen Ihren verletzten Zustand.

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