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Wer lebt in Ihnen? Wieviel Prozent Ihrer Handlungen drücken tatsächlich Ihr Selbst aus? Diese Fragen kommen mir immer wieder in den Kopf, wenn ich LEADERSHIP-Prozesse begleite und mich selbst anschaue. Was von meinem Verhalten zeigt mich selbst? Im Grunde ist es ganz einfach den Grad Ihres Selbst zu erkennen. Es sind die Ergebnisse Ihrer Handlungen, die Sie ausdrücken.

Im Laufe meiner Entwicklung bin ich schon gut sichtbar geworden. Ich hinterlasse Spuren, die das Ergebnis meines Naturells darstellen. Mein Unternehmen sowie die Wahl meiner zwischenmenschlichen Beziehungen drücken meine innere Haltung aus. Es entsteht viel Schönes um mich herum. Diesen Zustand habe ich mir erarbeitet, denn es ist nicht einfach sein eigenes Leben zu leben. Ich habe hinter meine Kulissen geschaut und aufgeräumt.

 

Das Andere in Dir begreifen lernen

Viele Menschen, wie auch sicher Sie selbst, wollen etwas erreichen, nur stellt sich etwas immer wieder quer, vermasselt die Produktivität, die eigentlich sein will und produziert bei Ihnen eine Genervtheit, die andere Mitmenschen auf Abstand hält.

In diesem Fall lohnt es sich hinter Ihre Kulissen zu schauen. Dieses Etwas sind nicht Sie selbst, sondern unbewusst gelebte alte Informationen. Der Grad Ihrer Unproduktivität zeigt dieses Andere. Die Art und Weise, wie Sie sich selbst im Weg stehen, verrät Ihnen, wer in Ihnen lebt. Je mehr Sie blockiert sind, desto mehr lebt die alte Information und beeinflusst Ihre Handlungen. Das muss nicht so sein.

Deshalb braucht es Ihre Bewusstheit und Ihr Wissen, dass es nicht sein muss, unglücklich, wütend, unterdrückt und gehemmt zu leben.

Gut gegen Böse

Weshalb können Sie nicht einfach über Ihr inneres, negatives Etwas, sprich Muster, springen oder eine gute Kraft der Blockade gegenüberstellen und so die Blockierungen beenden? Die Antwort ist einfach.

Zunächst zieht die stärkste Information Ihre Aufmerksamkeit auf sich und sollten Sie dieses Andere leben, dann bedienen Sie es auch und machen es zu etwas Starkem. Sie geben diesem Etwas Ihre Kraft. Das unterdrückt Ihre positive Gegenkraft.

Die Existenz Ihrer Gegenkraft können Sie hingegen nutzen, um auf Dauer das Andere, das Alte in Ihnen, zu bremsen. Setzen Sie sich nun einmal hin und schauen auf Ihre positive Kraft, die in Ihnen wohnt.

So züchten Sie eine positive Gegenkraft

Was macht Sie selbst, trotz aller Blockaden, zu etwas Besonderem? Welche Natur besitzt Ihr Besonderes? Die Beschäftigung mit diesen LEADERSHIP-Fragen ist der Dünger für Ihre positive Gegenkraft.

Wenn Sie sich über diese Ihre Besonderheit bewusst werden, diese innerlich abbilden können, haben Sie die Gegenkraft, die Sie letztendlich aus Ihrem unbewussten Bedienen des anderen negativen Aspektes herausholt.

Damit besitzen Sie ein Gegenmittel, was Sie zwar zunächst noch nicht leben, aber zunehmend sichtbar machen können. Solange, bis Ihre natürliche, positive Stärke stark genug ist, eine Gegenkraft zu Ihrem destruktiven Muster herauszubilden.

Das Mittel der Visualisierung

Tun Sie so, als ob das Positive in Ihnen wie auch das Negative und Blockierende etwas Eigenständiges wäre; etwas, das ein Eigenleben besitzt. Malen Sie daraus im Geiste jeweils eine Figur. Dann wissen Sie mit welchen Kräften Sie zu tun haben. Sie entdecken Ihr Unbewusstes. Es wird Ihnen höchstwahrscheinlich leichter fallen, das Negative zu visualisieren.

Das Bild für Ihre positive Kraft baut sich mit der Beschäftigung Ihrer Stärke auf, sobald Sie beginnen Ihren negativen Anteil zu führen. Vielleicht erkennen Sie im Betrachtungsprozess schon historische, familiäre Ereignisse, die in Ihrer Familie eine Rolle spielten. Zum Bespiel den Opa, der mit seiner autoritäten Art, alles in Schach hielt, trotzdem er nach außen hin, ein ganz Netter war. Sicherlich werden Sie Parallelen zu anderen Familienmitgliedern feststellen.

Ich wünsche Ihnen viel Spaß bei der Bewusstwerdung Ihres inneren Feindes und der Entwicklung Ihrer natürlichen Stärke.

Ihre Anke Sommer

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