Tiere als Spiegel nutzen- Eine faszinierende Zusammenarbeit

Es ist schon faszinierend zu entdecken, wie Tiere uns Menschen spiegeln. Und vor allen Dingen hinzusehen, was diese Vierbeiner spiegeln. Um das "Was" geht es in diesem Artikel. Warum folgt ein Pferd einem Teilnehmer eines Führungsworkshops querfeldein und der andere Teilnehmer kann tun und lassen was er will, das Pferd bewegt sich keinen Millimeter vom Fleck weg oder zeigt urplötzlich aggressives oder ängstliches Verhalten. Oder da haben wir den Esel, der einmal liebevollen Kontakt sucht und trotz seines ausgeprägten Eigenwillens entscheidet das zu Tun, was das Gegenüber verlangt. Wechselt das Vis-à-vis geht plötzlich gar nichts mehr, statt vorwärts bewegt sich das Langohr gemächlich in die rückwärtige Richtung. Und sehen wir uns einmal bei den Schafen um, deren Lämmer konsequent von der Herde beschützt werden. Warum wird der eine Mensch als Gefahr und der andere als Schutz angesehen? Warum darf unter wohlwollendem Brummen der eine das Lamm hochheben, der andere erntet lautes Geblöke und panisch wirkendes auseinanderstreben der Herde. Bei Hunden erleben wir ähnliche Signale. Wird ein Hund geführt, dann läuft er bei dem einen "brav" an der Seite, beim anderen wird von einer Sekunde zur anderen wie wild gezogen und jegliche Apelle ignoriert.

Worauf reagieren diese Tiere?
Sie reagieren auf die innerste Haltung, die wir in uns besitzen; auf Krankheiten, die wir in uns tragen, deren wir uns aber noch nicht bewusst sind; auf unbewusste Verletzungen, die meist lang zurück liegen und auf Angst, Furcht sowie Unsicherheiten.

Warum tun sie das?
Weil diese Tiere einen stark ausgeprägten Überlebensinstinkt haben. Schwächen, die in der Welt der Tiere das Überleben aller gefährden, werden sofort erkannt und ausgesondert. In der Natur ist das überlebensnotwenig. Von dieser Überlebensnotwendigkeit können wir lernen und profitieren.
Möchten wir die Tiere als Spiegel nutzen, so sollten wir zunächst einmal anerkennen das Angst, Furcht, nicht verarbeitete "psychische" Verletzungen und schlummernde Krankheiten als Gefahr für die Sicherheit angesehen werden. Übertragen wir nun diese Gefahr auf unser menschliches sowie körperliches System, so wird uns plötzlich eine völlig andere Sicht auf unsere Persönlichkeit offenbar.

Nonverbale Kommunikation mit Tieren
Sehen wir das Verhalten des Vierbeiners nicht als Ablehnung sondern als Zeigen an, das etwas nicht stimmt, wenn dieser bei unserer Annäherung scheinbar plötzlich zurück weicht, so erhalten wir die Möglichkeit in den Spiegel unseres eigenen Bewusstseins hineinzublicken. Wir sehen direkt ins Unbewusste hinein. Dieser Vorgang ist unsagbar spannend, wenn wir ins Denken und Fühlen der Tiere hineingehen.
Hineingehen bedeutet nonverbal zu kommunizieren, die Signale des Tieres aufzunehmen und selbst zu verinnerlichen. Der Vierbeiner erkennt den Kommunikationswechsel sofort an und beginnt nun wie wild zu zeigen. An diesem Punkt angelangt heißt es alle Sinne zu öffnen und zu lernen. Damit lernen wir uns selbst kennen und zwar das von uns, was im Alltäglichen im Schatten des Bewusstseins lebt.

Eigene Grenzen erkennen und auflösen
Führungskräfte partizipieren hier, indem sie spüren, wie sehr ihr eigenes (unbewusstes) Verhalten zu den Grenzen in der Führungsarbeit führen, die ihre Arbeit konterkarieren. Vor allen Dingen wird begriffen, wo man sich Selbst das Wasser abgräbt und damit auch ganz viel Lebenskraft und das gilt für alle Personen, ob Führungskraft oder nicht. Sollten Sie Interesse haben tiefer in diese Kommunikationswelt hinein zu tauchen und das eigene Unbewusste zu verstehen und damit führen zu können, dann melden Sie sich gerne bei uns. Der kommende Führungsworkshop mit Tieren findet am 10. und 11.03.2018 statt.

 



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