Führungsarchetyp

Führen, Verantwortung tragen und Geschicke leiten, kann man auf vielfältige Weise. Der Archetypus ist ein Kategorisierungsversuch von unterschiedlichen Ausdrucksweisen einer Tätigkeit auf ein Bild, was von Generation zu Generation als Vorstellung (unbewusst) weitergegeben wird. Es ist eine Zusammenfassung von Mustern, Funktionsweisen und Strukturen auf jeweils einen Archetypen.
Das Wort Archetyp (Archetypus) stammt aus dem Griechischen und bedeutet Urbild. So ein Urbild entsteht aus der Zusammenfassung vieler ähnlicher oder artverwandter Muster zu einem Bild und das seit Menschheitsbeginn. Auf die Führungstätigkeit bezogen, beschreibt man durch den Führungsarchetypen den Führungsstil, der beispielsweise in dominant, autoritär und offensiv; in defensiv, balanceorientiert und demokratisch; in kreativ, kollektiv und motivierend aufgeteilt werden könnte. Die Unterscheidung von Gut und Böse entspricht einem alten Urbild und kann ebenso auf Führungspraktiken übertragen werden. Hierbei spielt das Machtverhalten eine Rolle. Wird die Macht einer Führungskraft positiv und förderlich eingesetzt, so rutscht das Führungsverhalten in die „gute” Ecke. Geht die Führungspraktik in Richtung Ausnutzung, Missbrauch, Habgier und egoistische Nutzung der Macht für eigene Zwecke, ohne Rücksicht auf Verluste, so kann archetypisch gesehen der Führungsstil als „böse” und somit negativ bezeichnet werden.
Auch wird Führungsverhalten gerne mit den weiblichen und männlichen Archetypen abgeglichen. Hierbei wird die männliche sowie die weibliche Identität in einzelne archetypische Bilder unterteilt. So wären drei Beispiele für einen männlichen Archetypus der Krieger, der Gelehrte und der König. Die Mutter, die Zauberin, die weise Alte wären Beispiele weiblicher Archetypen. Rollenkonzepte, die auf die eigene Führungstätigkeit übertragbar sind, lassen sich nun aus den vorgeschichtlichen Führungsstilen sowie aus den Archetypen der Führung ableiten. Solche Rollenkonzepte sind in der Arbeit mit Führungskräften hilfreich, denn sie verbildlichen den Führungsstil der jeweiligen Führungskraft und zeigen die Rollen (die Bilder, wie der/die Mächtige, der/die Tyrann(in), der/die Liebevolle, der/die Gütige, der/die Weise...), die sich hinter dem Führungsstil verstecken. Deshalb arbeitet das INSTITUT SOMMER gerne mit den Rollenkonzepten in der Führungskräftearbeit, in den Teambuildings, in der Talentschmiede und in den Teamevents.



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