Heldenreise

So alt wie die Existenz der Menschen auf unserer Erde ist, so alt ist auch der Heldenmythos. Auf der ganzen Welt entwickelt sich der Mensch nach den Stationen einer Heldenentwicklung. Hinter dem Begriff der Heldenreise verbirgt sich also eine Persönlichkeitsentwicklungsdarstellung in etwa 12 Schritten. Nach dieser Vorstellung steckt in jedem Menschen ein Potential zum Helden. Folgt man diesem Potential nicht, so meldet sich der Drang ihm zu folgen, immer wieder. Nur derjenige, der dem Potential in sich folgt und zum Nutzen anderer einsetzt, durchläuft diese 12 Entwicklungsschritte.

Auch Märchen, Mythen und Filme greifen diese 12 Entwicklungsstufen auf. Joseph Campbell, 1904 im Bundesstaat New York geboren, lebte bis 1987 und beschäftigte sich mit der Mythologie. Er verfasste zahlreiche Bücher darüber. Er schrieb die weltweit übereinstimmenden Stationen des Werdegangs eines Helden nieder und prägte so das Gedankengut über die Heldenreise mit.

 

Überblick über die 12 Stationen der Heldenreise


  1. Ausgangspunkt ist die gewohnte Welt des Helden.
  2. Der Held wird zum Abenteuer gerufen.
  3. Diesem Ruf verweigert er sich zumeist.
  4. Ein Mentor überredet/hilft ihn daraufhin die Reise anzutreten. Und das Abenteuer beginnt.
  5. Der Held überschreitet die erste Schwelle, nach der es kein Zurück mehr gibt.
  6. Daraufhin wird er vor erste Bewährungsproben gestellt und trifft dabei auf Verbündete und Feinde.
  7. Nun dringt er bis zur tiefsten Höhle vor und trifft dabei auf den Gegner.
  8. Hier findet die entscheidende Prüfung statt: Konfrontation und Überwindung des Gegners.
  9. Der Held wird belohnt, indem er z.B. den Schatz oder das Elixier raubt.
  10.  Nun tritt er den Rückweg an, während dessen es zur Auferstehung des Helden kommt.
  11. Diese Auferstehung ist nötig, da er durch das Abenteuer zu einer neuen Persönlichkeit gereift ist.
  12. Anschließend tritt der Held mit dem Elixier den Heimweg an.


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